Praxiswissen

Informationen für Elektroinstallation

Sicherheit in den eigenen Wohnräumen ist wichtig

Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über die neuen DIN-VDE Bestimmungen informieren warum "biegsam sich selbst zurückbildende" Rohre nicht für die Verlegung in Beton geeignet sind und warum halogen-freie Rohre halogenfrei sind.


Sicherheit in den eigenen Wohnräumen sollte oberstes Gebot für Bauherren sein. Angesichts der teuren Technik, die heute Standard in jedem Haus ist, müssen vor allem Gegenstände sicher sein, dies sollte man auch im Verbau von Elektroinstallationsrohren berücksichtigen. Alle diese Gesichtspunkte zum Thema "Sicherheit im Haus" sind richtig und wichtig.


Neue VDE Normen, die für die Elektroinstallation wichtig sind:
fasst die Normreihe DIN VDE 0100 (VDE 0100) zusammen. Der Teil 520 der Normreihe DIN VDE 0100 behandelt die Auswahl und Errichtung von Kabel- und Leitungsanlagen. Die Norm ist seit dem 14.Juli 2013 gültig. Die Übergangsfrist für die alte Norm (darüber wurden Sie bereits von uns informiert) endete am 24.Januar 2014; d.h. Elektriker dürfen seit diesem Zeitpunkt nur noch nach den neuen Vorgaben installieren.


Unterschiedliche Ansprüche beim Biegeverhalten
Es gibt unterschiedliche Ansprüche bei der Druckprüfung. Die Anforderungen und Prüfungen an Elektroinstallationsrohre sind in der Normreihe DIN EN 61386 (VDE 605) festgelegt, wobei die wichtigsten Anforderungen wie Druckfestigkeit, Schlagfestigkeit, minimale sowie maximale Gebrauchstemperatur und das Druckverhalten in den ersten fünf Stellen des Klassifizierungscodes beschrieben sind. Ist ein Rohr mit der mittleren Druckfestigkeit 3 (erste Stelle des Klassifizierungscodes) und mit dem Biegeverhalten biegsam 2 an der fünften Stelle des Klassifizierungscodes eingeordnet, darf es sich unter Druck bis zu 25% verformen. Das Prüfverfahren ist genau bestimmt.


Erfahrungen mit der Verlegung in Beton
Jahrelange Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die Druckbelastung bei der Verlegung in Beton wesentlich höher ist als bei der Installation in Erde oder unter Putz. In ausgehärtetem Beton können sich die selbst zurückbildenden Rohre in der Regel nicht mehr auf die geforderten 90 Prozent zu rückbilden, was zur Folge hat, dass das Einziehen von Kabel in die dauerhaft verformten Rohre nur erschwert oder gar nicht möglich ist, somit kann der Elektriker die Installation nicht ordnungsgemäß durchführen.

In der neuen Norm DIN VDE 0100-520 wird darauf hingewiesen, dass biegsam sich selbst zurückbildende Rohre nicht zum Verlegen in Beton geeignet sind, es muss damit gerechnet werden, dass man in Problemfällen zur Haftung gezogen wird.

Geeignet für die Verlegung in Beton sind nach der neuen Norm alle Rohre, die eine mittlere bis sehr schwere Druckfestigkeit aufweisen (3,4 oder 5 an der ersten Stelle des Klassifizierungscodes) und starr oder biegsam (1 oder 2 an der fünften Stelle des Klassifizierungscodes) sind. Es ist empfehlenswert, für alle Installationen konsequent auf die Klassifizierung zu achten.

Ein biegsames Rohr darf sich unter Druck um bis zu 25 Prozent verformen. Das Prüfverfahren ist genau bestimmt: Innerhalb von 30 Sek. wird eine Kraft von 750 N aufgebracht, die eine Minute lang erhalten bleibt. Das Rohr muss sich innerhalb der nächsten Minute wieder auf 90 Prozent der Ursprungsform zurückbilden.


Halogenfreie Rohre
Zur Halogenfreiheit bei Elektroinstallationsrohren von Knosch können wir unseren Kunden versichern, dass dieses Rohr auch halogenfrei ist, sie werden aus einem Spezialkunststoff gefertigt und sind frei von Fluorid, Cholorid, Bromid und Iodid.

Das komplette Rohr Sortiment von Knosch unterliegt einer ständigen Werkskontrolle, als auch der Prüfung durch VDE.


Qualität bedeutet für uns nicht nur die Erfüllung von Normen und Werksvorschriften. Unsere Produkte werden zusätzlich intensiv geprüft und getestet. Dieser hohe Qualitätsanspruch sichert kontinuierlich Qualität, auf die sich unsere Kunden verlassen können.